Imaginative Verfahren
Imaginationsübungen oder Fantasiereisen nutzen die Vorstellungskraft unseres Gehirns.
Dabei
sollen Erlebnisse auf mehreren Sinneskanälen (Sehen,
Hören, Riechen, Schmecken, "körperliches Fühlen"),
möglichst erlebnisnahe "vorgestellt" werden, da davon ausgegangen
wird, dass unser psychisches Erleben dadurch leichter zu erreichen
ist als durch Sprache.
So kann z.B. Stress reduziert werden oder es können eigene Fähigkeiten (re)-aktiviert werden.
In der Psychotherapie werden solche Vorstellungsübungen zunehmend genutzt um schwierige Situationen besser zu bewältigen bzw. angenehme, entspannende Situationen (wieder) zu erleben und in den Alltag zu integrieren.
Einen besonders weit reichenden Einfluss haben imaginative Verfahren in der Traumatherapie. Im deutschsprachigen Raum vor allem durch die Arbeiten von Luise Reddemann und Michaela Huber.
Hilfreiche Literatur:
Eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt: Seelische Kräfte entwickeln und fördern. Luise Reddemann, 2009.
Der innere Garten: Ein achtsamer Weg zur persönlichen Veränderung. Michaela Huber, 2006.