Abhängigkeitserkrankungen

Abhängigkeitserkrankungen sind eine Vielzahl von psychischen und körperlichen Erscheinungen, die sich nach wiederholter Einnahme von „psychotropen“ Substanzen entwickeln. Bezeichnend ist ein starkes, oft als unüberwindbar erlebtes Verlangen, sich die Substanz zuzuführen. Die Substanz wird fortwährend oder in periodischen Zeitabständen zugeführt. Die Betroffenen haben Schwierigkeiten, den Konsum zu kontrollieren, häufig kommt es zu einer Vernachlässigung anderer Verpflichtungen oder Aktivitäten.

Die am häufigsten Abhängigkeit erzeugenden Substanzen sind Alkohol (Alkoholabhängigkeit), Medikamente (Medikamentenabhängigkeit), Amphetamine, Cannabis, Kokain und Heroin. Leichtere Abhängigkeiten erzeugen Nikotin (Nikotinabhängigkeit) und Koffein.

Außer bei sehr leichten Formen der Abhängigkeit ist in der Regel eine so genannte Entgiftung in einer spezialisierten Akutklinik, und eine darauf folgende spezialisierte stationäre Entzugsbehandlung erforderlich, bevor sinnvoll mit einer ambulanten Psychotherapie begonnen werden kann. Die ambulante Psychotherapie ist in der Regel dann durch umfassende Sozialarbeit zu ergänzen.